Aus der Krise fährt man links heraus?
Einen ungewöhnlichen Weg aus der aktuellen Wirtschaftskrise schlägt der pazifische Inselstaat Samoa ein. Um mehr Touristen aus Australien und Neuseeland auf die Inseln zu locken, hat der samoanische Premierminister Tuilaepa Sailele praktisch im Alleingang durchgesetzt, dass Autos nun nicht mehr auf der rechten, sondern auf der linken Seite verkehren.
Erhofft wird, dass sich nicht nur australische und neuseeländische Touristen auf Samoa wohler fühlen, auch das zukünftig Autos günstiger aus diesen nächstgelegenen Industriestaaten importiert werden können.
Dazu könnte ein 200 Millionen Euro schweres Investitionspaket Samoas Wirtschaft ankurbeln. In einer Volkswirtschaft mit einem BIP von etwa 280 Mio. Euro ist das eine enorme Summe. Das Geld wird dafür benötigt, um neue Straßenschilder aufzustellen, Fahrbahnbeschriftungen zu ändern und den öffentlichen Personenverkehr umzurüsten.
Die Samoaner sind nicht glücklich mit der Umstellung. Sie befürchten Chaos, Verletzte und Tote und mobilisierten 65% der Bevölkerung gegen das Vorhaben.
Geholfen hat es freilich nicht. So wurden die aktuellen Feiertage am Montag und Dienstag für die Eingewöhnung auf die Umstellung genutzt. Um die Sache sicher über die Bühne zu bringen wurde außerdem ein Alkoholverkaufsverbot für 3 Tage ausgesprochen.
Bleibt nur abzuwarten was am heutigen Mittwoch passiert, wenn die Samoaner wieder zur Arbeit fahren müssen. Wir hoffen auf gute Nachrichten aus dem Paradies.
