Echte Größe ist gefragt

Von Christian Heuer, 12. Oktober 2009 13:56

Nach der Lehman Pleite prophezeiten viele Medien: “Die fetten Jahre sind vorbei”. Wenn man gehässig wäre könnte man meinen, sie stehen uns erst noch bevor.
Wieso? Weil die Brigitte als erste Frauen- und Modezeitschrift Ernst macht und ab 2010 die Mager-Models aus dem Heft verbannt.
Mit dem neuen Jahr werden nur noch Amateur-Models für Fotostrecken genutzt, die mehr als Size Zero tragen.

Unrealistisch dünn ist bei Brigitte Leserinnen schön längst nicht mehr gefragt. Und so wurden allzu dünne Damen bisher mit Photoshop in die Breite gezogen. Nun macht man den Schritt, den Dove schon vor Jahren erfolgreich vollzogen hat und setzt auf “echte Schönheit” von “echten Frauen”.

Aber Halt! Es geht hier nicht darum Kosten für teure Mannequins zu sparen, um so profitabel durch die Werbekrise zu gelangen, es geht vielmehr darum, Glaubwürdigkeit und Authentizität zu vermitteln. Eine Abkehr von der aufgesetzten Glamourwelt im Modebusiness.

Die Ankündigung der Brigitte löste ein weltweites Presseecho aus. Ob die Rückkehr zur Natürlichkeit Folgen haben wird, bleibt abzuwarten. Eine Mindestkleidergröße bei den Models der Werbekunden, wird es in der Brigitte vorerst nicht geben.

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